Drehzahlmesser

Über Drehzahlmesser

Von Volkswagen hat es vier verschiedene Drehzahlmesser gegeben, die über die VW-Vertretungen als originales Zubehör für den Typ 3 verkauft worden sind. Ab Werk sind sie nicht verbaut worden.
6 oder 12 Volt ist offensichtlich egal, denn von VW gab nach der vorliegenden Beschreibung nur "Zündungs-Drehzahlmesser, für 6- und 12-Volt-Anlagen komplett mit Kabelsatz, zum Einbau an Stelle der Zeituhr, Messbereich 6000 U/min, Einbaudurchmesser 85 mm" (laut Zubehör-Katalog von 8/73) In diesem Katalog sind nur die beiden grauen Drehzahlmesser von VDO (etwas anders im Zahlen- und sonstigem Design und mit "flachem" Außenring sowie mit rotem (vor 64) oder weißem Zeiger) und Gossen (genau im alten Typ 3-Zahlendesign und mit dem "tiefen" Außenring, weißer oder roter (vor 64) Zeiger) aufgeführt.

Teilenummer VDO: 000 054 402 A, Gossen: 000 054 403 Bei beiden steht dabei, dass sie in alle Typ 3 passen. Die Instrumente mit schwarzen Zahlen sind nicht dort abgebildet, doch gab es auch die mit den folgenden VW-Teilenummern 000 054 404 für Gossen und 000 054 405 (?) für VDO. Der „Gossen“ hat übrigens keinen Chromrand, ist aber tief „geschüsselt“.
Es gibt noch einen Universal-Drehzahlmesser von Gossen mit 85 Millimetern Durchmesser. Der ist wiederum flach, hat aber einen Chromrand und passt ebenfalls gut in den Typ 3.

Für den Karmann 34 hat es ebenfalls Drehzahlmesser von VDO und Gossen im passenden Design gegeben. Sie sind äußerst rar.

Einbauanleitung zum download

 

Einbauanleitung für Gossen-Drehzahlmesser

Der Einbau eines Transistor-Drehzahlmessers war bisher eine relativ komplizierte Angelegenheit (wenngleich ein Vergnügen im Vergleich zu früheren mechanischen Ausführungen mit biegsamer Welle). Mehrere Drähte müssen verlegt werden - darunter ein Kabel von der Zündspule aus dem Motorraum nach vom zum Gerät.
Bei Gossen (wo man in der Hauptsache renommierte Foto-Belichtungsmesser baut) ließ man sich etwas Neues zum Thema Drehzahlmesser einfallen. Man brachte eine Ausführung mit eingebautem Transformator heraus, der nur auf Stromstöße reagiert, nicht jedoch auf einen überlagerten Gleichstrom, der auch noch in der betreffenden Leitung fließt. Der Erfolg dieses Tricks: Beim Gossen-Drehzahlmesser muss man keinen Draht mehr nach hinten ziehen. Man trennt einfach die serienmäßige Leitung vom Zündschoß zur Zündspule durch (Klemme 15, am besten zwischen Zündschloss und Sicherungskasten einschleifen, dickes Kabel (2,5 Quadrat) nehmen! Anmerkung der Homepage-Macher) und schaltet den Drehzahlmesser dazwischen. Weitere Anschlüsse sind nicht vorhanden - nur noch einer für die Beleuchtung. Die Schaltung ermöglicht nicht nur einfachen Einbau des Gerätes. sondern ist selbst einfach, sowie preiswert und dennoch genau. Außerdem ist sie von der Fahrzeugspannung unabhängig; der Gossen-Drehzahlmesser arbeitet bei 6, 12 und 24 Volt gleichermaßen. (Nur das Birnchen muss ausgewechselt werden.)

Mit dem Gossen-Drehzahlmesser hat die GUTE FAHRT sehr gute Erfahrungen gemacht. Das Gerät ist genau (nach uns vorliegenden Messungen: +/- 1,5% vom Skalenendwert bei 20°, +/- 3% im Temperaturbereich von - 20 bis + 80°) und gut gedampft. Es stehen zwei Ausführungen zur Verfügung: die abgebildete (es ist an dieser Stelle ein grauer Original-Gossen abgebildet, Anmerkung der Homepage-Macher), anstelle der Uhr in das Armaturenbrett des großen VW 1500/1600 passend, und eine Universalausführung. die sich auch im VW-Käfer verwenden lässt. Der Preis beträgt für beide Ausführungen 138 DM, was uns bei der gebotenen Genauigkeit als preiswert erscheint.

Entnommen aus der Zeitschrift „Gute Fahrt“, Heft 8/67, Seite 24