Ralf W.

Liebe Mitglieder,

 als Mitbegründer des Vereins habe ich bereits viele Typ 3 gefahren und mein Eigentum genannt.

Als ich mir Ende 1985 ein eigenes Auto kaufen wollte, da meine Frau unser gemeinsames Auto mehr nutzte als ich, war ich eigentlich auf der Suche nach einem Käfer, da diese erstens billig und zweitens leicht selber zu reparieren waren und es damals dafür Ersatzteile an jeder Strassenecke gab.

Durch einen Tip meines Onkels bin ich dann nach Ennepetal gefahren, da beim dortigen VW-Händler ein Käfer stehen sollte, dieser entpuppte sich jedoch als TYP-3 Limousine, genau gesagt war es eine weiße Automatik-Limousine von Dezember 1967 mit brauner Inneneinrichtung und L-Ausstattung. Diesen Wagen habe ich dann für 3500 DM gekauft und bin ihn dann auch jeden Tag gefahren. Morgens mußte ich im Winter zuhause schon die Scheiben frei kratzen und nach Dienstende bei Vater Staat (als Wehrpflichtiger) war er dann abends meistens auch schon wieder zugefroren.

Kurz nach dem Erwerb dachte ich mir, da muss es doch mehr geben und schon hatte ich in und vor den Garagen meiner Eltern 3 andere Typ-3-geparkt, davon zwei TL, die dann nach und nach zerlegt wurden.

Da die TL recht gute Kotflügel hatten und in Düsseldorf jemand Kotflügel suchte, habe ich ihm diese angeboten, aber er war mit seinem Variant nicht mehr glüklich und schenkte mir darauf den Schrotthaufen.

Da mein Onkel selbständiger Autolackierermeister war, haben wir erstmal den Variant dahin gebracht, auf das er mal an den üblichen und auch anderen nicht üblichen Stellen geschweißt wird.

Zum Jahrestreffen 1988 in Mettmann war das Fahrzeug dann rollfähig und wir haben damit einen netten Rückwärtschiebewettbewerb veranstaltet. In der zweiten Jahreshälte 1998 hat er dann auch eine Vollabnahme als LKW erhalten. Später den ersten TYP-4 Motor, der sich 1989 auf der Rückfahrt von Schifferstadt verabschiedete.

Im Jahr 1991 wurde der LKW dann mangels TÜV abgemeldet, da er an Stellen, die vorher nicht geschweißt wurden, dann endlich auch mal durch war. So konnte ich beginnen, das Auto wieder auf Vordermann zu bringen und zur Zeit habe ich immer noch einen Großbausatz namens LKW in meiner Garage und es wird noch eine Weile dauern, bis dieses Fahrzeug wieder auf der Strasse ist. Ich habe ihn zwar bereits 1995 wieder aus der Lackierei abgeholt und in meine Garage gepackt, aber da ich 1995 auch Eigentumbesitzer wurde, mußte der LKW lange warten. Und das war nicht so gut, ich habe wieder ein Loch an einer Stelle entdeckt, die noch nicht geschweißt wurde und der Lack hat auch so seine Macken. Es ist auch nicht so gut, wenn das Fahrrad der Tochter in die Tür fällt und die neu lackierten Kotflügel, auf dem Dackboden liegend, tierischen Besuch bekommen.

Meine Frau konnte 1993 einen 1500 S Variant in hervorragendem Zustand erwerben, der nur wenige Tage nach ihr erstzugelassen war. Diesen Wagen haben wir vor einigen Jahren dennoch verkauft, da wir aufgrund meines doppelten Fußgelenkbruchs auf dem Nagolder Jahrestreffen und dessen Folgen kaum noch mit dem Variant gefahren sind.

Zwischenzeitlich hatte ich daher auch alle anderen luftgekühlten Fahrzeuge wie meinen auf mich erstzugelassenen 95´ Mexicokäfer und meinen restaurierungswürdigen Karmann 34 verkauf.

Meinen LKW wollte aber als Bausatz keiner haben und nachdem sich meine gesundheitliche Lage etwas gebessert hat, arbeite ich jetzt wieder an meinem LKW. Dieser wird aber Umbauten an der Pedalerie erhalten, da ich Probleme mit dem stehendem Gaspedal habe.

mit luftgekühlten Grüßen

 

Ralf W. Ebbing

 

Hier unten könnt ihr mal meinen ersten TYp 3 ansehen:

Mein erster Typ 3

und hier die Bilder des LKW:

Schrott 1987


Schifferstadt 1989